Förderschulen: Eine Schulform im Blickpunkt

Die Berufswelt hat besonders im vergangenen Jahrzehnt bedeutsame Veränderungen erfahren:

Viele Berufe sind neu geordnet worden, eine Namensänderung ist bisweilen mit einher gegangen, neue Berufsbilder sind geschaffen worden, manche Berufe existieren nicht mehr.

Es ist ein Mehr an Komplexität und Spezialisierung in den Disziplinen auszumachen, Hybridberufe wie z. B. der Kfz-Mechatroniker, sind entstanden. Die Ausbildungsanforderungen sind entsprechend angestiegen.

Insbesondere Schülerinnen und Schüler mit schwachen schulischen Leistungen finden vor diesem Hintergrund oftmals nur schwer den Einstieg in eine angemessene berufliche Ausbildung. Im Themenzirkel „Gestaltung der Berufsfindung“ hat sich der Schwerpunkt „Förderschulen“ herausgebildet.

 Die Jugendlichen an diesen Schulen haben es besonders schwer, in Ausbildung unterzukommen.

So gilt es, Ausbildungsbetriebe, Kammern, Kreishandwerkerschaft und die Schulen zusammen zu bringen, um gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen, diesen Jugendlichen vermehrt Perspektiven im Berufs- und Arbeitsleben anzubieten.

Eine solche Chance bieten die sogenannten „Helferberufe“, d. h.  Berufe mit abgesenktem Schwierigkeitsgrad, an deren Ende dennoch eine Gesellenprüfung steht. Diese Berufe sind oftmals in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt.

 Am 05. und 06. April 2011 finden vormittags im Berufs- und Technologiezentrum I in Wiesbaden die Tage der "Berufe zum Anfassen" statt: Hier sollen Jugendlichen aus Förderschulen gezielt Berufe nahe gebracht werden, die für sie von Interesse sein können (siehe Termine 2011).

 Der Themenzirkel stellt auch Überlegungen dahingehend an, wie beispielsweise an Berufsschulen unterstützende Maßnahmen für Absolventinnen und Absolventen der Förderschulen installiert werden können.