Themenzirkel 5 „Schulabschluss“
Den Schulabschluss erreichen!
Die Mitglieder des Themenzirkels haben sich in 2009 die nachstehenden Ziele gesetzt, an deren Erreichung sie weiterarbeiten:
- Vernetzung/Verzahnung von abgebenden und aufnehmenden Schulen in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit und Kompetenzagentur.
- Förderung von Jugendlichen mit sozialen Auffälligkeiten, da diese Verhaltensauffälligkeiten zu geringeren Chancen auf dem Arbeitsmarkt führen.
Die Integrierte Gesamtschule Obere Aar und Berufliche Schulen Untertaunus (BSU) haben sich auf Lehrer/-innenebene zusammengesetzt und Vereinbarungen für den Übergang getroffen, Informationen über Lern- und Unterrichtsinhalte ausgetauscht und einen Infotag für Schüler/-innen der Hauptschulklassen der IGS an der BSU organisiert.
Im Rheingau haben die Reformschule Rheingau und die Beruflichen Schulen Rheingau (BSR) eine engere Zusammenarbeit im Übergang vereinbart. Dazu werden die Übergabekonferenzen intensiviert und die Kompetenzagentur mit einbezogen.
Ein weiteres Anliegen ist die besondere Förderung von Jugendlichen mit sozial auffälligem Verhalten durch die Initiierung von Maßnahmen und Projekten. Jungen Menschen, deren Übergang in das Berufsleben sich schwierig gestaltet, fehlt es oftmals nicht an Talent, Intellekt oder manuellen Fertigkeiten, sondern an sozialen Fähigkeiten wie Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationskompetenz, Konfliktfähigkeit, Durchhaltevermögen, Konzentration und Leistungsbereitschaft.
Der Verein für Individuelle Erziehungshilfen (VIE) bietet ein „Kompetenztraining für Jugendliche im Übergang Schule Beruf“ an, das an den benannten Stellen ansetzt. Die Präsentation des Konzeptes fand mit dem VIE am 16.12.2009 in den Beruflichen Schulen Untertaunus statt.
Das Trainingsangebot wurde in den letzten drei Jahren – gefördert von der Aktion Mensch - bereits 21 mal erfolgreich an verschiedenen Schulen durchgeführt. Der VIE wird sein Konzept weiterentwickeln und präsentieren.
Die Finanzierung der Umsetzung ist im Diskussionsprozess, eine Zusammenarbeit mit OloV ist denkbar.
Schulen können finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung dieses Projektes durch die Agentur für Arbeit erhalten. § 33 „freie Förderung“ kann greifen, wenn das Kompetenztraining in das Konzept der Berufsorientierung der Schule als Modul eingebettet ist. Die Agentur für Arbeit kann dann 49% der Finanzierung übernehmen, wenn 51% bereits finanziert werden können, z.B. vom Förderverein der Schule.
Neben der schulischen Unterstützung rückte auch die gesunde Ernährung von jungen Erwachsenen ins Blickfeld. Vielen Jugendlichen fehlt es an finanziellen Mitteln zur gesunden Ernährung. Die Karl-Kübel-Stiftung fördert Mittagsmahlzeiten für Schülerinnen und Schüler.
Für das Jahr 2010 steht auf der Agenda des Themenzirkels die Unterstützung interessierter Schulen bei der Durchführung eines Kompetenztrainings wie oben beschrieben und die Recherche nach finanziellen Förderquellen.




